Wieder ein sehr schöner sonniger Tag bis 26 Grad. Wir fahren schon um 7:50h ab nach Kamakura - eine 174.000 Einwohnerstadt mit zahlreichen Tempeln, Schreinen und Gärten - die etwa 1 1/2 h Metro- und Zugfahrt entfernt am Meer liegt.
Von 1192-1333 war Kamakura politisches und militärisches Zentrum Japans, damals erlebte der Zen-Buddhismus eine erste Blüte.
Unser erstes Ziel ist der Daibutsu (der große Buddha), eine über 13m hohe Figur aus dem Jahr 1252. Sie befand sich in einer Tempelhalle, die 1495 einer Flutwelle zum Opfer fiel. Heute sitzt der Große Buddha im Freien, wo seine harmonische Ausstrahlung besonders zur Geltung kommt.
Auch wir verewigen uns mit dem Großen Buddha
Von hier wandern wir zum nahen Hasedera Tempel. Er gehört zur Bando Sanjusankasho, einer Pilgerreise, die der Göttin Kannon gewidmet ist und aus 33 Tempeln besteht. Der Hasedera ist der 4. in der Liste.
Der Hase-dera, früher Kaikōzan Jishōin Hase-dera genannt, ist einer der großen buddhistischen Tempel in Kamakura. Er ist für seine Kannon-Statue aus massivem Holz bekannt, die Hase Kannon genannt wird und übertragen der Tempel auch. Er ist einer der 33 Tempel auf der Pilgerstrecke Bandō Sanjūsankasho, die Kannon, der Göttin der Barmherzigkeit, gewidmet ist.
Die Kannon-Statue des Hase-dera ist mit einer Größe von 9,18 m die größte Kannon-Statue aus Holz in Japan. Sie wurde aus massivem Kampherholz geschnitzt und mit Goldauflagen verziert. Die 11 Köpfe repräsentieren die verschiedenen Stufen auf der Suche nach Erleuchtung. Die Statue ist auch unter der Bezeichnung Hase-Kannon bekannt. Sie ist insofern einzigartig, da sie in der rechten Hand einen Metallstab hält und in der linken Hand eine Vase mit einer Lotosblume.
Der Legende nach ist diese Kannon eine von zwei Statuen, die von einem Mönch namens Tokudo im Jahre 721 geschnitzt wurden. Der Baumstamm soll so groß gewesen sein, dass man sich entschied zwei Statuen aus ihm anzufertigen. Eine Statue wurde im Hase-dera in Nara, in der damaligen Provinz Yamato, eingeschreint. Die andere ließ man auf das offene Meer treiben. Sie sollte selbst einen Platz finden, mit dem ihr Karma in Verbindung stand. Die Statue wurde am 18. Juni im 8. Jahr Tempyō (736) in Nagai auf der Miura-Halbinsel nahe Kamakura angespült. Die Statue wurde geborgen und nach Kamakura gebracht. Hier errichtete man daraufhin den Tempel Hase-dera und schreinte die Statue ein.
Links neben der Kannon-dō schließt sich das Hōmotsukan an, ein Museum. Hier können Fundstücke besichtigt werden, die während der Restauration des Tempels gefunden wurden.
Auf dem Weg hinauf zur zweiten Ebene befindet sich ein Inari-Schrein. Hier findet man auch die Jizō-dō und hunderte kleine Jizō-Statuen. In der Vergangenheit wurden sie von Eltern aufgestellt. Jizō ist die Schutzgottheit der Kinder. Heutzutage stammen die Statuen von Eltern, die eine Fehlgeburt, Totgeburt oder Abtreibung erfahren haben. Jizō soll über die Seelen der gestorbenen Kinder wachen. Die Statuen verbleiben für ein Jahr an ihrem Platz. Danach werden sie begraben oder verbrannt, um neuen Statuen Platz zu machen. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden bereits über 50.000 Figuren aufgestellt.
Zurück in Tokyo um 15:30h besuchen wir im Ueno Park das Shintamachi Museum über das Alltagsleben in Tokyo in der Taisho Ära (1912-1926), die Zeit des Tenno Taisho , der Meiji folgte
Abends genießen wir mit Theres und René noch ein herrliches Sushi-Dinner
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